Fünf Buchvorsätze für 2014

Buch

Es ist ein Mangel an Kreativität, der mich befällt und ummächtigt, und der eine kreativere Einleitung verhindert. Und deshalb sage ich einfach nur kurz und knapp: Ich wurde wieder zu einem Blog-Spielchen eingeladen (dieses mal mittels einem zugeworfenen Stock – zwar nicht ähnlich schmeichelhaft wie eine Mein-Liebster-Blog-Nominierung, aber man hält sich ja an den Kodex und nimmt, was man kriegen kann), und zwar von Hemator, dem ich es absolut gar nicht übel nehm, dass er sich bei meinem Namen vertippt hat. Übrigens, es birgt eine gewisse Ironie, dass sich auch zwei Einträge von dir auf meiner potentiellen Liste befänden. Peter-André Alts Ästhetik des Bösen werd ich mir ebenfalls als Grundlage für einen geplanten Essay (Die Ästhetik des Bösen im Kino) ebenso zu Gemüte führen, wie auch die Hunger-Games-Trilogie, die bereits seit einem Jahr ungelesen im Regal steht.

Wie sich eventuell der ein oder andere mündige Leser denken mag, sollen hier 5 Bücher vorgestellt werden, die 2014 gelesen werden sollen. Eigentlich war die Anfage ziemlich schlechtes Timing, da ich vor einem knappen Monat eines meiner absoluten Lieblingsbücher (die First-Law-Trilogie von Joe Abercrombie) zum wiederholten mal abgeschlossen und vor wenigen Tagen die letzte Seite von Thomas Harris Schweigen der Lämmer überschritten habe.

Und deshalb fange ich jetzt einfach mal an, mit meinem aktuellen Buch, nämlich mit

Stephen King: Schwarz (Der dunkle Turm 1)
King ist Kult, King ist eine Maschine. Der Meister der Atmosphäre und des Grusels produziert Bücher wie am Fließband, von denen ich bisher nur viel zu wenige (Friedhof der Kuscheltiere, Menschenjagd und Todesmarsch) unter meine Finger bekam. Da ich erst auf Seite 21 bin (und etwa 18 Seiten Vorwort) kann ich zu dem Buch kaum meh sagen, als dass es mich bereits gepackt hat. King selbst bezeichnete die Saga um den Dunklen Turm als sein wichtigstes Werk, an dem er über 30 Jahre arbeitete, und auch wenn ich kaum mehr als die Beschreibung von Roland kenne (zumindest denke ich, dass es Roland ist, ein Name wurde bisher noch nicht genannt) konnte ich den Zauber bereits spüren. Man hört es sei eine Kombination aus Western und Fantasy – welch besseres Genre könnte es geben?

Jeff Lindsay: Dunkler Dämon
Die Serie Dexter basiert auf dem von Jeff Lindsay erschaffenem Charakter Dexter Morgan. Mehr jedoch sehr wahrscheinlich auch nicht, denn im ersten Teil von Lindsays Roman-Reihe Des Todes dunkler Bruder kommt es in der Handlung zu teilweise deutlichen Abweichungen im Vergleich zur ersten Staffel. Lindsay nutzt eine sehr bildhafte, eine fast poetische Sprache um in den interessanten Protagonisten Leben zu verleihen. Zwar erreicht das Buch nicht die selbe Atmospähre wie die Serie, doch bleibt eine große Neugierde, wie die Geschichte weitergespannt wird – vor allem im Vergleich zur TV-Adaption.

Rick Yancey: Der Monstrumologe und Rick Yancey: Der Monstrumologe und der Fluch des Wendigo
Zwickmühle. Denn meine Wenigkeit hegt immer noch den leisen Kindheitstraum das tägliche Brot mittels Schriftstellerei zu verdienen. Und ganz fleißig arbeitet er neben dem Uni-Alltag (der Blogarbeit und dem Privatleben) noch an einer Geschichte. An eine Geschichte im Wilden Westen, mit Fantasy-Elementen (das klingt vertraut? Die Idee kam mir aber bevor ich vom Dunklen Turm hörte. Ehrlich!). Und das große Fantasy-Element in dieser ist der Wendigo, eine Art nordamerikanischer Werwolf.
Auf den ersten Band von Yanceys Horror-Geschichte um den Monstrumologen, einem Wissenschaftler der sich auf die Untersuchung von verschiedenen Monstern, und seinem Gehilfen stieß ich vor knapp zwei Jahren in einer Bahnhofsbuchhandlung und wollte es schon länger in meinen Besitz übergehen lassen, doch der ungelesene Bücherberg ist auch so schon groß genug. Nun, da ich auch ein praktisches Interesse am Wendigo erhielt (und die Recherche dazu im Netz ist nicht unbedingt das, was ich als leicht oder gesichert bezeichnen wüde) und relativ bald danach bemerkt, dass der Monstrumologe in seinem zweiten Einsatz eben jene Sagenkreatur jagt, die auch ich näher kennen lernen möchte, gilt es, die Geduld zu wahren, 20€ in die Hand zu nehmen und ziemlich zügig Band 1 zu verschlingen, um endlich auf den Spuren des Eis-/Hirsch-/Schatten-Ungeheuers zu gelangen.

Joseph Campbell: Der Heros in tausend Gestalten
Wir sind ja intelligent und gebildet und das wollen wir auch zeigen! Deshalb mein Streber-Titel auf dieser Liste: Campbells ethnologisches Werk, mittels dem er aus Sagen, Mythen und Märchen aus aller Welt eine mehr oder weniger allgemeingültige narrative Struktur erstellen möchte. Dieses Werk hatte goßen Einfluss auf die Entstehung der Narratologie im modernen Kino und Filme wie Krieg der Sterne orientierten sich sehr nahe an Campbells Thesen.

Drew Karpyshyn: Darth Bane – Die Regel der Zwei
Die letzte Wahl ist immer so schwer. FIFA Mafia von Thomas Kistner wollte ich noch lesen (und wäre wohl vor WM-Beginn auch praktisch), einige Klassiker der großen Literatur stehen noch ungelesen im Regal, von denen vor allem Bram Stokers Dracula aktuell reizen würde, McKees Story, das Standardwerk fürs Drehbuchschreiben, wäre interessant ebenso wie Sebastian Haffners Anmerkungen zu Hitler oder Martins Song of Ice and Fire.Aber irgendwie packt einen wieder das Star Wars Fieber. Der Kinostart scheint endgültig fix, der Cast ist bekannt, auf einmal wird das alles sehr konkret. Und auch wenn Teil 1 der Bane-Trilogie (zumindest sagt mir meine Erinnerung, dass es eine Trilogie wurde) nicht überragte, so ist es doch immer ein ganz besonderes Feeling, ein Gefühl der Magie, ein kurzer Ausflug in weit entfernte Träume ein solches Buch in der Hand zu halten und von großen, vergangenen Helden- und Schandtaten zu lesen. Und deshalb ist meine fünfte Wahl ein Märchen aus einer weit, weit entfernten Galaxie.

Und damit mein Beitrag nicht erneut als Sackgasse endet, werfe ich dieses mal das Stöckchen weiter und zwar an BURNedreviews (immer wieder gern gelesene Kritiken und mit Kontakten zu verdammt guten Wallpapern), SelfShortStory (einem sehr guten Freund, den ich herzlichst ermutigen möchte, dass diese faule Sau mal wieder was schreiben könnte!) und an PeetWieBlog (v.a. aus Neugierde, ob Eragon und das ein oder andere Buch inzwischen seinen Weg ins Regal fand).

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4 Kommentare zu “Fünf Buchvorsätze für 2014”

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