Meine Top-Five 2014

Der Dezember ist traditionell die Zeit der Jahresrückblicke. Nirgends kann man ihnen entfliehen, sie sind allgegenwärtig. Schließen wir uns doch dem Trend an und listen meine persönliche Top5 der Kinofilme aus dem Jahre 2014 auf.

Wieso eine Top5 und keine Top-Ten bestimmt wird? Weil kinotechnisch mein Jahr 2014 sehr bescheiden war. Die guten und interessanten Filme kamen alle während der Zeit des großen Prüfungsstreßes, die Sommer- (und Winter-)Blockbuster waren dieses Jahr zumeist auch eher überschaubar und potentielle kleinere Perlen wie Am Sonntag bist du tot oder Der Richter konnten aus was für Gründen auch immer ebenfalls nicht gesehen werden.

Was blieb waren so Granaten in der Sneak wie Homefront oder der katastrophale Blindgang in Eyjafjallajökull (Joss Whedons Viel Lärm um nichts wurde leider einen Tag davor abgesetzt). Tatsächlich komme ich gerade einmal auf acht Filme, die 2014 im Kino erschienen, welche ich gesehen habe und die meiner Einschätzung nach das Prädikat gut verdient haben. Welche das sind? Fangen wir an!

#5 Dracula Untold (R: Gary Shore, US 2014, die vollständige Kritik gibt es hier)

Ein düsterer Fantasyblockbuster, der mit einem großartigen Luke Evans, tollen Schauwerten und der ein oder anderen richtig geilen Einstellung (bspw. das Opening oder die sich im Schwert spiegelnde Schlacht) punkten kann. Natürlich, objektiv betrachtet ein mittelmäßiger Film, bei dem man einiges hätte besser machen können – sehr viel Spaß hatte ich trotzdem.

#4 Captain America: The Winter Soldier (R: Anthony + Joe Russo, US 2014, Kritik)

Dass hier ausgerechnet das Stand-Alone Abenteuer des vermutlich unbeliebtesten (und mMn auch des uninteressantesten) Avengers steht kommt für mich durchaus überraschend – vor allem wenn man das Fiasko des Vorgängers betrachtet. Aber The Winter Soldier ist einfach ein sehr guter Film gewesen, hochwertig produziert mit relativ tiefgründigen (Charakter)Entwicklungen, guter Action und spannender Inszenierung.

#3 Anchorman 2 – Die Legende kehrt zurück (R: Adam McKay, US 2013, Kurzkritik)

Die erste und einzige Bombe, die ich bisher in der Sneak erleben durfte. Sexistisch, rassistisch, nie über der Gürtellinie, immer lustig. Wenn man über politisch weniger korrekte Dinge lachen kann, darf man hier ein Fest erwarten.

#2 Interstellar (R: Christopher Nolan, US 2014, Kritik)

Natürlich, es gibt ein sehr großes Aber am Filmende. Die zweieinhalb Stunden davor sind jedoch großartig. Ein ruhiges und realistisch gehaltenes Weltuntergangsszenario gepaart mit einem extraterrarischen Pioniersprojekt – genau für solche Werke wurde das Kino geschaffen!

# Honorable Mentions

Bevor wir zu meinem liebsten Film des Jahres kommen, noch ein paar ehrenhafte Erwähnungen, die vermutlich um einen Spitzenplatz gekämpft hätte, die ich aber leider nicht im Kino sehen konnte.

  • 12 Years as a Slave kam groß bei den Oscars heraus, lag dieses Jahr unterm Weihnachtsbaum und erzählt die wahre Geschichte eines schwarzen Mannes der entführt und in die Sklaverei verkauft wird.
  • The Wolf of Wallstreet zeigt das Leben des wahren Gordon Gekko mit zwei großartigen Schauspielern in den Hauptrollen.
  • 47 Ronin. Ja, die Kritiken waren schlecht, aber die Trailer und Bilder haben es mir trotzdem angetan!
  • American Hustle ein gigantisches Star Ensemble rund um einen Betrüger – was ich bisher sah, sah verdammt gut aus!
  • Who am I wurde von DVDKritik als der deutsche Fight Club bezeichnet. Nicht nur deshalb bin ich ziemlich neugierig auf diesen Film. Das richtige Genre-Kino muss in Deutschland endlich wieder erwachen, hier könnte ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung zu sehen sein.
  • The Equalizer sah mir nach intelligentem und hartem Action-Kino aus. Was wünscht man(n) mehr?

#1 Guardians of the Galaxy (R: James Gunn, US 2014, Kritik)

Ein Armutszeugnis, dass ein reiner Blockbuster der beste Film des Jahres war? Nicht wenn dieser mit soviel Herz und Charme geliefert wird! Sympathische Charaktere, bombastische Effekte, die richtige Mischung aus Humor und Action – definitiv einer der besten Marvel-Filme und für mich der Film des Jahres 2014.

Das waren meine filmischen Highlights 2014. Wer ließ euch begeistert, sprachlos oder lächelnd den Kinosaal verlassen? Stimmt ihr meinem Fazit eines eher mauen Jahres zu oder werdet ihr zweitausendvierzehn als goldenes Jahr in Erinnerung behalten?

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2 Kommentare zu “Meine Top-Five 2014”

  1. Obwohl ich dieses Jahr kaum im Kino war, würde ich mich bei deinen beiden ersten Plätzen glatt anschließen… 🙂

    Gut gewählt!

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