Short Review: Star Wars Universe

SW

Sechs Filme, drei Serien – und ein paar Unfälle. Was taugt das Star Wars Universum auf der Leinwand?

Star Wars Episode I The Phantom Menace

star_wars_episode_1_by_zenithuk-d46wqesDie Erwartungen waren so gigantisch, dass sie unmöglich zu erfüllen waren. Leider muss man sagen, dass das nicht der einzige Grund für den schlechten Ruf der ersten Episode ist. Mit Darth Maul und Qui-Gon Jinn wurden überaus interessante Charaktere eingeführt und einige Szenen wie das Podrennen (das der Kinofassung) oder der finale Kampf samt Williams Duel of the Fate sind phantastisch. Dazwischen ist unfassbar viel Stückwerk, unausgegorene Ideen, eine äußerst naive Inszenierung, großartige, aber merklich gelangweilte Schauspieler und, vor allem Jar Jar Binks.

 star_wars_episode_2_by_zenithuk-d46wqzvStar Wars Episode II Attack of the Clones

Die Klonkriege waren ein großes Mysterium des Expanded Universe. Ein langer, grausamer Konflikt, der die Galaxis in Stücke riss. Statt Schlachtenspektakel gibt es jede Menge Leerlauf, Politik und Polizeiarbeit. Das Finale in der Arena ist gelungen, der Beginn der Klonkriege zu seicht und steril, das obligatorische Laserschwert-Duell unspektakulär, beinahe schon langweilig. Der mit Abstand schwächste Teil der Saga.

Star Wars Clone Wars

SWCWUrsprünglich eine Serie mit drei Staffeln, bei der jede einzelne Folge nur wenige Minuten umfasst, letztlich zu zwei Filmen zusammengefasst. Stilistisch extrem eigen und übertrieben, bietet CW zwar ordentliche Geschichten (insbesondere mit der unmittelbaren Vorgeschichte zu Episode 3) und endlich die erwünschten Klonkriege in audiovisueller Form, insgesamt stört der Stil aber erheblich.

Star Wars The Clone Wars

SW TCWVon einem mittelmäßigen Piloten eingeleitet steigerte sich die animierte Serie, die etwa ab Staffel 3 mit einer grandiosen Optik aufwarten kann. Es handelt sich nicht um einen die Serie umfassenden Handlungsbogen, sondern zahlreiche kleinere Story-Arcs von wechselnder Qualität, die, von einigen wenigen Ausnahmen, alle sehenswert sind. Immer wieder sind wahre Perlen dabei, wie das Finale der fünften Staffel, der Mortis-Arc oder die verschiedenen Episoden um Ryloth.

Star Wars Episode III Revenge of the Sith

star_wars_episode_3_by_zenithuk-d46wrbbRevenge of the Sith verknüpft die großen Stärken der originalen Trilogie mit einer endlich gelungenen Darstellung der politischen Situation. Eine Abenteuerreise durch die Galaxis, viele Schauplätze, noch mehr Gänsehautmomente, atemberaubende Optik und Actionsequenzen. Die Rache der Sith ist voll und ganz gelungen – sowohl diegetisch, wie auch non-diegetisch.

Star Wars Rebels

SW RebelsBasierend auf den erste Folgen scheint Rebels vor allem für ein jüngeres Publikum konzipiert, ob sie eine ähnliche Entwicklung wie TCW nehmen wird bleibt abzuwarten. Das kantige Design des Vorgängers wurde gegen deutlich rundere, weichere Formen getauscht. Und so wirkten auch die ersten Folgen: weicher, einfacher, harmloser. Eine verpasste Chance, erzähltechnisch wären in diesem Zeitraum Geschichten für ein erwachseneres Publikum deutlich effektiver.

Star Wars Episode IV A New Hope

Olly-Moss-Star-Wars-560x840Der Begriff der Space Opera scheint wie geschaffen für Star Wars zu sein. Von Komplexität ist A New Hope weiter entfernt als Tatooine von einem strahlenden Zentrum des Universums. Eine einfachste Gut-Böse-Struktur, simple Handlung und (noch) kaum Tiefgang. A New Hope ist ein Märchen, ein wunderbares Weltraum-Märchen in einem phantastischen Universum, das das Meisterstück vollbringt, Jahr für Jahr besser zu werden.

Star Wars Episode V The Empire Strikes Back

Olly Moss TESBA New Hope erschuf die Welt, The Empire Strikes Back die Legende. Episode V ist von vorne bis hinten perfekt, es verleiht dem Universum seinen Tiefgang, seine Philosophie. Hochdramatisch in seiner Inszenierung, tolle Schauplätze, faszinierende Figuren. Dialoge, Dramaturgie, Action, Musik, Atmosphäre, zudem einer der größten Twists der Filmgeschichte – ein definitiver Meilenstein für das Kino und mein persönlicher Lieblingsfilm.

Star Wars Episode VI Return of the Jedi

Olly Moss Return of JediDer schwächste Teil der klassischen Trilogie ist immer noch ein sehr guter Film. Die Ewoks mögen ein erster Schritt in Richtung Jar Jar Binks gewesen sein, Einblicke in eine düstere Unterwelt sowie die großartige Raumschlacht, die Konfrontation und die Rückkehr von Anakin Skywalker wiegt das mehr als wieder auf.

Star Wars ist die Geschichte des Aufstiegs und Falls von Anakin Skywalker. Das Expended Universe erstreckt sich über einen deutlich größeren Zeitraum als die Lebensspanne Skywalkers, zumindest bislang hängen aber die Erzeugnisse für Bildschirm und Leinwand unmittelbar mit der Geschichte des gefallenen Auserwählten zusammen. Nun ja, beinahe. Es gibt noch wenige weitere Filme. Recht zeitnah zu A New Hope wurde das Holliday Special produziert – ein Film, der so schlecht sein muss, dass Lucas sämtliche weitere Veröffentlichungen und Aufführungen zu verbieten versuchte. Aus den 1980er Jahren stammen außerdem noch der TV-Doppelteiler rund um die pelzigen Ewoks, Karawane der Tapferen und Kampf um Endor, sowie die zwei mehr oder weniger erfolgreiche Serien, Droids und Ewoks.

Anmerkung: Das Titelbild scheint aus der Feder von Noble–6 zu stammen, die Poster zur Original Trilogy habe ich von Olly Moss und die zur Prequel Trilogy von Zenithuk übernommen. Die restlichen Bilder sind offizielle Poster von LucasArts und Disney.

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