Missed Seven Zweitausendfünfzehn

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Zeit ist ein rares Gut – Geld ebenso. Jedes Jahr verpasst man einige Filme, die man eigentlich sehen wollte, sei es, weil in Folge eines Umzugs oder des Uni-Streßes keine Zeit gefunden wird, sei es, weil man den steigenden Kinopreisen Tribut zahlt und sich dann doch lieber zwei, drei DVDs oder Bücher statt dem Ticket gönnt. Hier sind gewissermaßen meine sieben filmischen Sünden des vergangenen Jahres – in alphabetischer Reihenfolge -, die leider an mir vorüberzogen.

#1 Codename U.N.C.L.E. (R: Guy Ritchie, USA 2015): Guy Ritchie darf zwei Spione in den kalten Krieg schicken. Die Bildsprache und Inszenierung des Trailers hatte einfach Stil! Die Handlung sah zwar relativ dünn aus, bei einem Guy Ritchie Film geht es aber eher um die Erzählweise, um die Dialoge und Charaktere. Codename U.N.C.L.E. sieht für mich nach einem kurzweiligen und großen Spaß aus!

#2 Der Marsianer (R: Ridley Scott, USA 2015): „Goodbye, mission control. Thanks for trying!“ Matt Damon muss erneut gerettet werden – dieses mal vom Mars. Der ultimative Frontier-Mythos, allein auf einem fremden, unwirtlichen Planeten, ein Wettlauf gegen die Zeit, die Emotionalität einer scheinbar auswegslosen Situation und totaler Isolation – der Marsianer bietet mehr als genug spannenden Stoff.

#3 Ex Machina (R: Alex Garland, UK 2015): Nicht wenig erinnert an den Blade Runner. Wie menschlich ist die Maschine, wie unmenschlich der Mensch? Ex Machina scheint ein undurchsichtiger Thriller, der mit Grundängsten und Paranoia spielt, dabei auch eine philosophische Ebene streift.

#4 Im Herzen der See (R: Ron Howard, USA 2015): Weniger die eher mittelmäßigen Trailer als die sehr interessante und tatsächlich geschehene Handlung, die letztlich zur Vorlage für Melvilles Mobby Dick wurde weckte mein an Begeisterung grenzendes Interesse. Und als einziger Film auf dieser Liste wird In the Heart of Sea aller Wahrscheinlichkeit zu Folge noch im Kino gesehen.

#5 Macbeth (R: Justin Kurzel, FR/GB/USA 2015): Literaturklassiker haben immer einen gewissen Bonus, eine gewisse Aura der Unantastbarkeit. Macbeth ist ein solcher, der allein schon durch seinen Cast, u.a. mit Michael Fassbender und Marion Cotillard, das Prädikat sehenswert verdient.

#6 Sicario (R: Denis Villeneuve, US 2015) könnte ein schöner, dreckiger und realistischer Thriller sein. Und Emily Blunt hat ohnehin schon einen der Top-Ränge meiner liebsten Schauspielerinnen eingenommen.

#7 Victoria (R: Sebastian Schiper, Dt. 2015): Wo Birdman eine große Plansequenz vorgaukelt, da vollzieht Victoria diese ästhetische Meisterleistung tatsächlich. Es ist ein extrem interessantes Experiment, welches hoffentlich dem aufstrebenden neuen deutschen Kino, dass der Optimist zu sehen glaubt, weiteren Auftrieb geben wird.

 

 

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14 Kommentare zu “Missed Seven Zweitausendfünfzehn”

  1. Auf „Ex Machina“, „Der Marsianer“ und „Im Herzen der See“ darfst du dich wirklich freuen. In welcher Form auch immer du sie nachholen wirst 😉
    Den Rest habe ich auch nicht gesehen.

    1. Wenn ich ein englisches Kino finde, wird im Herzen der See dort noch gesehen, Ex Machina sieht für mich ohnehin eher nach nem DVD Film aus – nur der Marsianer wäre auf der großen Leinwand vermutlich richtig geil gekommen :/

    1. ist dann immer ein wenig enttäuschend, wenn man sieht, was man alles vermisst hat – v.a. wenn dann das erschrockene „was du hast den nicht angeschaut? “ losgeht 😀

  2. The Man from U.N.C.L.E. kann man sich theoretisch sparen, ausser man findet sonst zu wenig Agentenfilme und möchte alles gucken.

    Im Herzen der See (schlechte Kritiken) und Macbeth (kein Kinostart bei mir) habe ich auch noch nicht gesehen.

    1. ich bin zwar kein Fan von Agentenfilmen per se, mag aber den Stil von Ritchie sehr. Vom Trailer her erwarte ich was recht ähnliches wie den ersten Sherlock Holmes – einfach kurzweilige und sehr schnelle Unterhaltung mit coolen Figuren und ner ordentlichen Portion Witz; du bsit aber nicht der erste, der mit sagt, er sei nicht so gut 😀
      Von The Heart of the Sea vermute ich auch schon beinahe, enttäuscht zu werden; Schauspieler und Trailer ließen eher Mittelmaß vermuten, aber mir gefällt die Thematik zu gut, als dass ich das einfach übergehen könnte 😀

  3. „Ex_Machina“ rockt. Zwar sehr ruhig, aber dadurch unglaublig aufgeladen. „U.N.C.L.E.“ hingegen fand ich platt wie Toast. Sehr schade, da wurde mir zu sehr auf Witz denn spannendes Erzählen gesetzt. Der Marsianer war ganz cool, nur schade dass sie so viele eigentlich wichtige Passagen einfach ausgelassen haben. Ging viel von der Isoliertheit auf dem roten Planeten verloren.
    „Machbeth“ habe ich leider auch verpasst, aber der wird dann schleunigst auf DVD nachgeholt.

      1. Ja und ja. Und das Buch rockt wirklich. Da dauert alles länger und das Ende ist nochmal Aktion pur. Hat Spaß gemacht, selbst wenn man kein NaWi-Nerd ist.

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