6 Buchvorsätze 2016

Buch

Wie man in den Wald hereinruft, so schallt es wieder heraus. Franzi hat mich aufgefordert, meine (nicht vorhandenen) Buchvorsätze für 2016 öffentlich kundzutun. Dieser Nominierung komme ich natürlich sofort nach. Dabei (ist das nun traurig?) habe ich große Schwierigkeiten fiktionale Werke zu finden – eigentlich liegen derzeit quasi nur Fachwerke und Sachbücher auf meinem Stappel. Die werde ich für diese Liste aber ‚künstlich‘ in kleiner Zahl halten – und einfach aus Prinzip fang ich jetzt mit einem fiktionalem Buch an! (Die Reihenfolge der Titel ist wilkürlich):

1. Rick Yancey: Der Monstrumologe und das Drachen-Ei. Vermutlich das Ende meiner jüngsten Lieblings-Buchreihe. Würde ich eine Liste mit Charakteristiken anlegen, die mein Lieblingsautor haben müsste, ich müsste lediglich seinen Namen daraufschreiben – auch wenn ich zugegebenermaßen außer den ersten drei Bänden des Monstrumologen noch nichts von ihm gelesen habe. Stilistisch grandios, schätzt er die Sprache, spielt mit ihr, ohne sich darin zu verlieren, ohne das narrative Fortschreiten außer Augen zu lassen. Dazu tolle Geschichten (auch wenn ich hier noch am ehesten Schwachpunkte sehe), sauber recherchiert, eine wunderbar düstere Atmosphäre und immer wieder Momente, die zum Nachdenken abseits des Buches anregen – ganz zu schweigen vom genialen Kniff der Realität mit Fiktion verschmelzen lässt. Ich freue mich auf das vierte Abenteuer von Warthrop und Will Henry!

2. Fritz Gesing: Kreativ schreiben. Eines der Standardwerke zum kreativen Schreiben befasst sich Gesing mit den theoretischen Grundlagen fiktionaler Literatur. Neben einigen praktischen und organisatorischen Tipps behandelt er beispielsweise die Struktur von Romanen, breitet Gedanken über die Entwicklung und Charakterisierung der Protagonisten oder über den generellen Schreibstil aus.

3. Joe Abercrombie: The Heroes. Der zweite meiner liebsten Autoren – Nummr drei wäre im übrigen Timothy Zahn. Abercrombie ist so ein bisschen George R. R. Martin mit weniger Politik und mehr Action (und einen Schreibstil, der zwar sehr funktional ist, der mir aber deutlich besser liegt als der von Martin) und so befasst sich dieser 700(?) Seiten dicke Wälzer ausschließlich mit den drei Tagen einer einzelnen, unwichtigen Schlacht. Abercrombie hat ein Gespür für Desilussionen, Figuren, die dem Begriff Anti-Held schon wieder nicht mehr gerecht werden würden, seine Bücher – zumindest die aus der First-Law-Welt – sind einfach nur dreckig und gemein – und phanastisch unterhaltsam!

4. J. K. Rowling: Harry Potter y el Prisionero de Azkaban. Wie einige vielleicht wissen habe ich mich für zwei Semester nach Valencia aufgemacht – nahezu ohne Sprachkenntnisse. Interessanterweise (auch hier bleibt offen ob dass nun gut oder schlecht ist) war ich sogar in der Lage das Buch problemlos zu lesen und den Inhalt zu erfasen, obwohl ich, wie gesagt, kaum A2 Niveau im Spanischen habe. Das habe ich aber gleich wieder gelassen und nun plane ich in nächster Zeit das Buch ‚richtig‘ weiterzulesen, d.h. darauf zu achten, auch wirklich jedes einzelne Wort und seine grammatische Form nachzuvollziehen. Eine Heiden-Arbeit, die mich pro Seite zwar etwa 20 Minuten kostet, die aber hoffentlich lohnenswert sein wird.

5. Jason E. Squirre: The Movie Bussiness Book. Einmal für die Uni, einmal für mich. The Movie Bussiness Book ist ein Sammelband mit Aufsätzen zu nahezu jedem Thema rund um das Filmemachen – zuweilen mit recht prominenten Autoren. Da erzählt beispielsweise Mel Brooks oder Sydney Pollack vom Filmemachen. Aber auch Juristen, Drehbuchautoren und Agenten melden sich zu Wort und beleuchten die wirtschaftliche Seite hinter Hollywood.

6. xsehu: Unbekannter Titel. Jetzt machen wir es offiziell: Bis Ende des Jahres werde ich etwas geschrieben haben, dass entweder schon veröffentlicht ist oder aber bei Verlagen eingereicht wurde und was meiner persönlichen Meinung nach den Ansprüchen eines öffentlichen fiktionalen Werks entspricht. Auf diese (reißerische? großkotzige?) werde ich mich festnageln lassen, an diesen Worten werde ich mich messen lassen. Im Übrigen, ersetzt „Worten“ im vorangegangenen Satz durch „Kader“ und ihr habt Bobics letzte große Ansage als VfB-Manager.

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15 Kommentare zu “6 Buchvorsätze 2016”

  1. Na da bin ich ja gespannt auf Nummer 6.^^
    Und, wie ist es so in Valencia? Ich habe übrigens eine ähnliche Taktik angewandt, nur dass es bei mir eine spananische Ausgabe von „Shining“ ist.^^

    1. an King (oder ein mir unbekanntes Buch) hab ich mich dann doch noch nicht rangetraut 😀

      für die Bloggergemeinde gibts dann sogar signierte Ausgaben 😛

      ziemlich cool, kann ich jedem nur empfehlen! Traumhafte Stadt, direkt am Meer – v.a. für Studenten lohnenswert, auch wenn die von der Bibliothek nicht so viel sehen 😛

  2. Yancey… den habe ich nicht vergessen *hust*
    Abercrombie wird auch immer wieder genannt, weshalb auch er immer näher rückt. Hmm.
    Zur 6: Mutig. Aber cool. Dann kann ich wenigstens behaupten, über Ecken einen Autoren zu kennen. Ob er nun gut oder weniger gut schreibt… das werden wir allerdings erst noch sehen. 😛

    1. sind wir nicht alle Autoren? Wir publizieren ja sogar 😀 oder, um etwas poetischer/philosophischer/hochtrabender zu sagen: Schreiben wir nicht alle die Geschichte unseres Lebens?

      Abercrombie hat Schwächen was das Schreiben angeht (oder vllt. auch nur nen schlechten Übersetzer), der Stil ist extrem einfach. Dafür hat er aber ein perfektes Gefühl dafür, wie er dem Leser immer und immer wieder in die Fresse hauen und diesen vollkommen desillusioniert zurücklassen kann 😀 mMn ist was Handlung und Figuren angeht die First Law Trilogie überragend, Racheklingen (oder im Original deutlich wohlklingender: Best served cold) kommt da leider nicht ran und wirkt hin und wieder aufgesetzt

      hey, ich hab immerhin schon seit fast nem Jahr nicht mehr von dem (zumindest nicht öffentlich) geschwärmt 😀 als ich neulich aber mitbekommen hab, dass der hinter dieser fünften Welle stand war ich auch recht überrascht^^

      1. Mehr oder minder erfolgreich, ja. 😀

        Auch ein einfacher Stil kann fesseln. Ist mir manchmal sogar lieber, als wenn sich ein Autor auf seinem hohen (Schreib)Ross verirrt… und was du schreibst klingt gar vorzüglich.

        😀

      2. oh, vorzüglich 😀
        nachdem ersten mal lesen (damals noch in der Schule, als ich pro Monat zwei, drei Bücher verschlungen hab) hab ich erstmal für bestimmt fünf oder sechs Wochen kein anderes Buch mehr angefasst, weil das einfach nur so geflasht hat 😀
        klare Empfehlung von mir – ich will jetzt aber keine unrealistischen Erwartungen wecken 😛

  3. Jetzt mal auf das Risiko hin, dass ich eventuell wieder nicht richtig zugehört habe, oder etwas verwechselt habe: Du schreibst ein Buch????? 😀

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